Körperpsychotherapie mit ganzheitlichem Ansatz

Die Körperpsychotherapie mit ganzheitlichem Ansatz basiert auf den Säulen der Psychodynamik, der Traumatheorie, der Bindungstheorie, der pränatalen Psychologie, der Biopsychologie und der transpersonalen Psychologie.

Stimmige Beziehungen zu anderen Menschen, zu sich selbst und zum Leben sind die Grundlage psycho-somatischer Gesundheit, für Arbeitszufriedenheit, Liebesfähigkeit und Lebenssinn. Dabei bietet das Wissen um den frühkindlichen Ursprung der menschlichen Beziehungsfähigkeit aufschlussreiche Ansatzpunkte, Bindungsunsicherheit zu verstehen und Bindungssicherheit zu entwickeln oder zu verbessern. Die pränatale Lebenszeit wird in ihrer Bedeutung für die menschliche Entwicklung hier explizit mit einbezogen.
Mit den Methoden der Körperpsychotherapie mit ganzheitlichem Ansatz können psychische und psychosomatische Störungen über die integrierte Arbeit mit dem Körper und der Psyche behandelt werden. Über die Bewältigung von individuellen Lebensproblemen hinaus fördert die Körperpsychotherapie dabei auch die Selbstregulationskräfte und damit die Belastungsfähigkeit des Organismus, regt zu Vielfältigkeit und Flexibilität emotionalen Erlebens und Verhaltens an und stärkt so das Wachstumspotenzial eines Menschen und einer Gruppe. Sie ermöglicht eine bindungsorientierte Sichtweise auf Elternschaft, Pädagogik und menschliche Beziehungen. In Einzel- und Gruppensettings unterstützt sie die Integration von Fühlen, Denken und Handeln und damit die Kohärenz (Zusammenspiel) von Körper und Seele. Polaritäten wie Abhängigkeit und Unabhängigkeit, Aggression und Liebe, Nähe und Distanz werden im dialektischen Sinne als Einheit aufgefasst („Il faut de tout pour faire un monde“ Motto einer Ausbildungsteilnehmerin). Im Mittelpunkt stehen dabei die befriedigende Gestaltung von Beziehungen zu anderen Menschen und der Aufbau emotionaler, sozialer und spiritueller Kompetenz in beruflichen und privaten Bereichen.

Wesentliche philosophische Grundlagen der Arbeit sind:

  • das Verständnis des Menschen als organismische Körper-Seele-Einheit

  • Betonung der Seinsqualitäten des Denkens, Fühlens und Handelns

  • die Bedeutung sozialer Gemeinschaften für das Individuum

  • die Bedeutung der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt in ihren verschiedenen Facetten

  • die Bedeutung der vorgeburtlichen Lebenszeit für die menschliche Existenz

  • die Frage nach Sinn

  • die Einbeziehung des integralen Bewusstseins nach Jean Gebser